Rundbrief November 2016

Rundbrief November 2016

Lieber Rundbriefleser,

in den letzten Wochen ist es mit Aktivitäten im Netzwerk wieder etwas ruhiger geworden. Deutlich spürbar neigt sich das Jahr dem Ende entgegen. Es stehen nur noch wenige Termine. Es gibt keine Neuigkeiten. Daher stellten wir uns die Frage, was wir diesen Monat überhaupt berichten könnten. So kamen wir dazu, mal wieder Rückblick zu halten und einen Blick in die Zukunft des Netzwerkes zu werfen. Es ist Zeit, zu schauen, was war und unsere Wünsche und Vorstellungen zu formulieren.

Die Seite Netzwerk für Familienlandsitz-Siedlungen besteht seit über 4 Jahren. Nachdem wir uns zu der Zeit über ein halbes Jahr intensiv mit dem Thema Siedlungsgründung in einem bekannten Siedlungsgründer-Projekt beschäftigten, haben wir im Oktober 2012 die Seite für Familienlandsitz-Siedlungen erschaffen. Im März 2013 begannen wir dann mit dem Aufbau unseres eigenen Familienlandsitzes. Mit dem Netzwerk bieten wir wir Landsitzgründern eine Möglichkeit der Präsentation, geben Termine bekannt und stellen Artikel und Informationen aus der Familienlandsitz-Bewegung zusammen. Wir sind bestrebt, einmal im Monat einen Rundbrief mit allen wichtigen Neuigkeiten, Termine, etc. zu versenden.

Die Seite hat sich zum Anlaufpunkt für Menschen, die von den Büchern über Anastasia begeistert sind, entwickelt. Wir bringen Menschen zusammen und geben eine Orientierung über bereits verwirklichte Familienlandsitze und Siedlungs-Projekte. Unser monatlicher Rundbrief erreicht zur Zeit 1.820 Adressaten. Monatlich wird die Netzwerkseite von etwa 2.000 Menschen aufgesucht. Seit Oktober erscheint die Seite „Netzwerk für Familienlandsitz-Siedlung“ in jedem Nachdruck der Anastasia-Bände als Kontaktadresse für Deutschland. Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Govinda-Verlag.
Bei fast allen Artikeln über Anastasia, bzw. über die Familienlandsitz-Bewegung wird die Adresse des Netzwerkes genannt.

Es ging auch um die Grundsatzfrage, inwieweit das Netzwerk für Familienlandsitze auch andere oder ähnliche Projekte unterstützen soll. Auch die Fragen, wann ist ein Stück Land ein Familienlandsitz, wann ein Gemeinschaftsprojekt und wie sollen wir das unterscheiden, standen im Raum. Oder auch, ob wir eine „Ansammlung von Menschen, die mitten in der Natur leben möchten und Land besitzen“, als Siedlungsprojekt aufführen sollen. 


Viele Projekte verschwinden oft genauso schnell wie sie gekommen sind. In diesem Monat haben wir zwei Projekte auf Wunsch der Gründer aus dem Netzwerk genommen, Analinda und Hügelland. Analinda schrieb uns dazu: „ Da die Zahl der Anfragen zur "Landsitz-Besichtigung" mittlerweile eine Quantität angenommen hat, die wir als privates Projekt nicht mehr tragen können (viele der Anfragenden haben gerade mal "irgendwas" im Internet von Anastasia mitbekommen und nicht mal die Bücher gelesen - Stellt Euch einfach vor, jede Woche melden sich 1-2 Familien, die mal durch Euer Haus laufen möchten, weil´s ihnen vielleicht gefällt), muss ich leider darum bitten, uns - www.analinda.net - von der Netzwerk-Seite heraus zu nehmen.“

In der Vergangenheit haben wir so manches Projekte unreflektiert und ungeprüft eingestellt. Beim genauen Hinsehen oder bei einem Besuch von Netzwerklesern stellte sich heraus, dass manches weit von Anastasia’s Vision entfernt ist. Es entpuppte sich als Lebensgemeinschaft, als Permakulturprojekt oder als eine Gruppe von Menschen, die einfach nur anders leben möchten. Manche hatten von der Idee des Familienlandsitzen zwar gehört, aber kein Verständnis für den tieferen Sinn.

Das alles kostet uns, außer viel Arbeit, auch noch jede Menge Zeit und Energie. Wir möchten unsere Energie nun darauf konzentrieren, ein Netzwerk von Familienlandsitzen zu sein, die ernsthaft und mit viel Freude an der Umsetzung wirken. Uns ist durchaus bewusst, dass der Grad der Realisierung sehr unterschiedlich sein kann. Auch die Grenze, ab wann ein Stück Land ein Familienlandsitz ist, ist ein sensibles Thema. Unser Anliegen ist es aber, auf dieser Seite Projekte zu veröffentlichen, die im Sinne von Anastasia’s Vision entstehen. Dazu ist das Wissen um den Inhalt der Bücher unabdingbar. Ansonsten verwässert die Seite zu einem Sammelplatz von undefinierbaren Projekten. Für andere Gemeinschaften gibt es genügend andere Plattformen.

Wir sind uns im Klaren, dass es viele Möglichkeiten gibt, im Einklang mit der Natur zu leben und dass ein Leben in einer Lebensgemeinschaft durchaus seine Berechtigung hat. Jeder, der zu gärtnern beginnt, macht die Welt ein bisschen schöner, als sie vorher war. Doch wir, als Netzwerk für Familienlandsitze, möchten, dass die einzigartige Idee von Anastasia - das Erschaffen von Familienlandsitzen - geschützt bleibt. Anastasia beschreibt die Idee ganz detailliert, z.B auch wie wichtig die Größe von mindestens einem Hektar ist, um einen Raum der Liebe für Generationen zu erschaffen.

Daher haben wir nun eine Infoblatt mit Fragen, die uns für die Eintragung eines Familienlandsitzes oder eines Siedlungsprojektes wichtig sind, zusammengestellt. Wir hoffen damit in Zukunft eine hochwertige, informative Seite zur Verfügung stellen zu können. Wir möchten Klarheit und Transparenz für unsere Leser. Menschen, die nach Familienlandsitzen suchen, sollen auch Familienlandsitze finden.


Viele liebe Grüße
Familie Kin
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Die Arbeit an diesem Netzwerk für Familienlandsitz-Siedlungen basiert auf ehrenamtlichen Einsatz. Es kostet uns einige Stunden Zeit im Monat. (mit innerlicher Beschäftigung viel, viel mehr) Wir machen diese Arbeit sehr gerne, obwohl es manchmal auch nervenaufreibend und ermüdend ist. Über eine wertschätzende Spende zur Motivation und Förderung freuen wir uns.

Gerne schicken wir Dir unsere Kontoverbindung zu.
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Für die Unterstützung und Erweiterung des Netzwerk Familienlandsitz-Teams suchen wir ein oder zwei Menschen, die uns bei der Kommunikation, dem Erstellen des Rundbriefes, u.v.m. unterstützen. Ein persönliches Kennenlernen ist für uns die Grundlage einer guten Zusammenarbeit.

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Mag jemand einen Artikel für den nächsten Rundbrief schreiben zum Thema: „Was bedeutet für mich Familienlandsitz? Was hat mich an den Büchern besonders inspiriert? Was ist für mich der Unterschied zu einer Lebensgemeinschaft? Warum lebe oder möchte ich auf einem Familienlandsitz leben?

Wir veröffentlichen auch gerne mehrere Stimmen dazu.

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Gerade ist eine erste Rückmeldung zu unserem Fragebogen von K. der seinen "Familienlandsitz" im Netzwerk eintragen lassen wollte.

"herzlichen Dank für Deine Info. Wir verstehen eure Kriterien gut, deshalb warten wir wohl besser etwas mit der Aufnahme in euer Verzeichnis.... Denn wir haben bisher nur zwar eine groeß alte Dorfschule für ca. 10 Personen, aber bisher erst 1000qm Land. Foto anbei. Um auf ca. 1ha zu kommen, müßten wir also noch einiges dazupachten, was hier in der Gegend aber nicht einfach ist...."

Vielleicht werden wir in Zukunft eine Kategorie anlegen mit "An Anastasia angelehnte Projekte" oder so ähnlich.

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Termine:

19.11.2016 Inspirations-Tag am Quellenwald
19.11.2016 Anastasia-Lesertreffen, Bayern
10.12.2016 Vortrag Familienlandsitz-Siedlungen, Bayern
18.12.2016 Kennenlerntreffen Darmstadt, Hessen
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Es erreichte uns eine Anfrage, bezüglich Schetininschule:


Hallo,
ich bin gerade in Kontakt mit einer Lehrerin aus der Schetininschule, die gerne ihr Wissen weitergeben würde.
Sie ist zur Zeit in Belgien, würde aber auch nach Deutschland kommen, um hier ein paar Seminare zu geben und mit Kindern in Lerngruppen zu üben.
Sie ist noch bis Anfang Februar 2017 in Deutschland und den angrenzenden Ländern.
Hier ihre Webside : http://plenitude-of-the-world.com/education/
und email-adresse: slonik13@inbox.ru
ich weiß jetzt nicht, wie man die information am besten verbreiten kann, vllt könnt ihr das ja über den newsletter tun?


Liebe grüße aus jena,
elisabet

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Ahnenarbeit:
Vorige Woche bin ich auf der Suche nach einer Baumschule für meine nächste Baumbestellung auf ein Gedicht gestoßen.
Es ist fast 200 Jahre alt.  
Darum pflanze ich wohl so gerne Bäume. Das ist für mich Ahnenarbeit für alle vergangenen und zukünftigen Generationen.


Aus dem Walde

Mit dem alten Förster heut 
bin ich durch den Wald gegangen, 
während hell im Festgeläut' 
aus dem Dorf die Glocken klangen.

Golden floß ins Laub der Tag, 
Vöglein sangen Gottes Ehre, 
fast, als ob der ganze Hag 
wüßte, daß es Sonntag wäre.

Und wir kamen ins Revier, 
wo, umrauscht von alten Bäumen, 
junge Stämmlein sonder Zier 
sproßten auf besonnten Räumen.

Feierlich der Alte sprach: 
"Siehst du über unsern Wegen 
hochgewölbt das grüne Dach? 
Das ist unsrer Ahnen Segen.

Denn es gilt ein ewig Recht, 
wo die hohen Wipfel rauschen; 
von Geschlechte zu Geschlecht 
geht im Wald ein ewig Tauschen.

Was uns not ist, uns zum Heil 
ward's gegründet von den Vätern; 
aber das ist unser Teil, 
daß wir gründen für die Spätern.

Drum im Forst auf meinem Stand 
ist mir's oft, als böt' ich linde 
meinem Ahnherrn diese Hand, 
jene meinem Kindeskinde.

Und sobald ich pflanzen will, pocht das Herz mir, daß ich's merke, 
und ein frommes Sprüchlein still 
muß ich beten zu dem Werke.

"Schütz euch Gott, ihr Reiser schwank! 
Mögen unter euren Kronen, 
rauscht ihr einst den Wald entlang, 
Gottesfurcht und Freiheit wohnen!

Und ihr Enkel, still erfreut, 
mögt ihr dann mein Segnen ahnen 
wie's mit frommem Dank mich heut 
an die Väter will gemahnen."

Wie verstummend im Gebet 
schwieg der Mann, der tiefergraute, 
klaren Auges, ein Prophet, 
welcher vorwärts, rückwärts schaute.

Segnend auf die Stämmlein rings 
sah ich dann die Händ' ihn breiten; 
aber in den Wipfeln ging's 
wie ein Gruß aus alten Zeiten.

Emanuel Geibel (1845)

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oh, jetzt ist es doch etwas mehr geworden. Danke für das Lesen

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