Deine Schöpferkraft

Deine Schöpferkraft

Tiefgründige Gespräche, große Tatkraft und heilsame Erkenntnisse – das durfte ich auf dem Familienlandsitz der Kins haben und erleben. Sechs wunderbare Tage sind vor kurzem zu Ende gegangen und die Denkanstöße wirken immer noch stark nach – sie sind nicht im Großstadtrummel untergegangen. Es sind inspirierende Anregungen für meine Neuronen, Geist und Seele, welche mir neue Kraft und Glauben schenken.

Bereits der Besuchertag am 21.08.16 an welchem ich ankam hat mich tief berührt. Natürlich war ich mir im Vorhinein darüber im Klaren, dass mich ein im Aufbau befindlicher Familienlandsitz nach Anastasia-Vision erwarten wird. Das erste Buch Wladimir Megres über die Lebensweise, Weltanschauung und seine eigenen Erlebnisse mit dieser Ureinwohnerin der russischen Taiga hatte ich bereits gelesen. Vieles darin liest sich wie eine fantastische Geschichte, die von malerischer Fantasie zeugt, mag man als Ottonormalmensch denken. Nachdem ich die Willens – und Tatkraft gepaart mit einer gesunden Vision am Besuchertag kennenlernte, begann etwas in mir zu begreifen, dass in uns ein für viele ungeahntes Potential schlummert, welches erweckt werden möchte – es ist das wahre Wesen des Menschen. So fühlt sich die Erzählung um Anastasia schon viel greifbarer für mein häufig verkopftes Wesen an.

Während des Besuchertages haben wir alle viel über die Gestaltung des Landes erfahren, wie es dazu kam, dass Conny und Andreas sich dafür entschieden, wie Ihnen auf diesem Weg Unerwartetes geschah (im positiven Sinne) und letztendlich, wie aus einem Hektar heruntergewirtschaftetem, dehuminifizierten Land beginnt eine Oase zu entstehen. Permakultur, viel Handarbeit und Geduld, Geomantie und liebevolle Arbeit bringen hier den entscheidenden Erfolg. Als der Besuchertag sich dem Ende neigte, nachdem die Vision von Conny (und später auch Andreas) vorgestellt wurde suchten sich andere Themen ihren Platz in der Runde. Diese verdienten genau, wie die Anastasia-Vision ihre Aufmerksamkeit, wobei es um momentan vorherrschende destruktive Systeme und Machenschaften ging und die mögliche Überwindung dieser.

Einig waren sich alle in dem Punkt, dass wir etwas machen müssen – etwas Neues mitgestalten müssen. Nach diesen Gesprächen kam ein wunderschöner Regenbogen auf, welcher sich komplett im Panorama des Ostens durchzog und seine kräftigen Farben scheinen ließ. Ein kraftvoller Moment, nachdem es den ganzen Tag über windig und wechselhaft war.

Was ich nach der Verabschiedung der Besucher und einem nahrhaftem Mahl mit Conny und Andreas bei einer genüsslichen Zigarette (kommt auch manchmal vor) in der Dorfmitte Densbergs in mir erlebte, erinnerte mich an einige intensive Meditationserfahrungen. Ich saß auf einer Bank und spürte, dass wir alle, die wir uns auf unseren individuellen Weg zur Wahrheit und Liebe gemacht haben, es schaffen können – insbesondere auf mich und meine engsten Freunde und Familienangehörigen bezogen. Für diesen Prozess dürfen wir Geduld und Vertrauen in den Fluss des Lebens mitbringen und unserer Intuition trauen!

In den folgenden drei Tagen lernte ich das Landsitzleben der Kins kennen. Es unterscheidet sich grundlegend von meinem Städterleben in Münster. Der Tag wird nach persönlichem Befinden, der Wetterlage und anstehenden Aufgaben angegangen – wichtig: ohne Stress. Keine zwanghafte Pflicht morgens ab 07:00 Uhr stundenlang genau dieser oder jenen Tätigkeit nachgehen zu müssen und ansonsten um seine Existenz bangen zu müssen. So hatte ich in diesen drei Tagen erste Arbeiten im Wohnwagen, welcher zum Laufentenstall umfunktioniert wird und im Gemüsegarten erledigt. Dies tat mir enorm gut. Ich besuchte den Nachbarort Jesberg, mit seiner schönen Burgruine, ging im Kellerwald wandern, las Bücher – aufmerksamer als sonst - ging zu Wassertretstellen (diejenige in Densberg ist wirklich zu empfehlen) und ließ mich von der Schönheit der Gegend und Natur umreichen und inspirieren. Dabei kam ich viel näher zu mir selbst. Allein aus diesem Grunde bin ich schon sehr dankbar, diese Erfahrung gemacht zu haben. Unnötige Kontroll – und Angstgedanken, welche mich, ehrlich geschrieben, doch noch ziemlich stark prägen, wurden schrittweise aufgeweicht und ehrlich hinterfragt. Das war sehr heilsam und die Gespräche mit Andreas und Conny haben dazu beigetragen. Ich hoffe, dass auch ich ihnen positive Denkanstöße mitgeben konnte.

Es schleichen doch auch immer wieder mal Selbstzweifel und eigens geschaffener Druck über den Landsitz. Doch finde ich gerade diese Tatsache nur allzu menschlich und verständlich. Jeder macht sich seine Gedanken um den Sinn des eigenen Handelns und die Zukunft der eigenen Familie, sowie der gesamten Menschheit - vor allem in dieser verrückten Welt, in welcher destruktive Kräfte so aktiv agieren. Gerade über daraus entstehende Zweifel und Ängste hinwegzukommen und trotzdem etwas von der Tragweite zu gestalten, was Conny und Andreas tun, verdient höchsten Respekt.

An den letzten beiden Tagen war ich endgültig angekommen. Das Auf und Nieder in Geist und Körper der ersten Tage wurde nun ausgeglichener. Nach Montag (meinem zweiten Tag) ist es sehr heiß gewesen, weshalb nur morgens und in den Abendstunden auf dem Landsitz gewerkelt wurde. Conny ist dabei die Eifrigste und hat enorm viele Ideen. Andreas berät und hinterfragt und setzt vor allem das Handwerkliche um. Ihm bin ich dankbar, beispielsweise für die Lehre über einige Knoten, wie den Palstek oder den Webeleinsteck. Von Conny erfuhr ich viel über die Pflanzen im Garten, deren Funktionen, was sie sich beim setzen dabei gedacht hat.

Angenehm aufgefallen ist mir zudem, dass bei den Einkäufen ganz normaler Art (weil eben nicht alles selbst hergestellt werden kann) auch mal eine Nascherei dabei ist, da ist hier niemand dogmatisch. Nichts desto trotz ist die Ernährung, wie ich sie mitmachen konnte sehr gesund. Es kommt viel Frisches vom eigenen Landsitz auf den Tisch und ansonsten hochwertige Zutaten aus größtenteils ökologischem Anbau. Zudem durfte ich viel über glutenfreie Ernährung und deren positiven Auswirkungen auf Körper und kreativen Geist erfahren.

Ich bin sehr froh, dass das teils kriegerische Feld der Ernährungslehren hier undogmaitsch gehandhabt wird und eine wirklich gesunde Ernährung praktiziert wird, was mir gut geholfen hat dabei mitzumachen. Ich selbst bin schon seit drei Jahren begeisterter Probierer verschiedener Ernährungsformen (vor allem pflanzlicher Ernährung) und komme zu dem Schluss gut auf die Bedürfnisse von Körper, Geist und Seele (also ganzheitlich) zu achten. Bei solch leckeren Gemüsepfannen, Reibekuchen und Blaubeersmoothies war diese Ernährung in physischer als auch geistiger Sicht gegeben. In dieser Hinsicht ist auch hervorzuheben, dass technische Geräte durchaus ihren Stellenwert in einem Familienlandsitz haben können. Die Träumerei, alles mit Händen zu machen, wo uns doch so viele Helfer zur Seite stehen, scheint mir persönlich auch eher weltfremd. Trotzdem ist Handarbeit hier natürlich hoch geschätzt und viel praktiziert.

Doch glücklicherweise gibt es hier trotz der ländlichen Idylle und wenigem Autoverkehr (und deshalb viel Ruhe) immer Abwechslung, wenn man es denn gerne möchte. „Es könnte alles anders sein!“ vibriert es in mir. Die tiefgründigen Gespräche zeigen mir noch einmal, was alles möglich ist, wenn wir uns für einen grundlegend anderen Weg entscheiden.

„Es ist kein Zeichen von Gesundheit an eine von Grund auf kranke Gesellschaft angepasst zu sein,“, fällt mit dazu passenderweise von Jiddhu Krishnamurti ein. Ich bin froh, all diese Facetten kennen lernen zu dürfen, in dieser kurzen Zeit, welche ich auf dem Familienlandsitz der Kins verbringe. Die Zeit vergeht dort anders, ich nahm sie langsamer und intensiver war. Es liegt auch kein so großes Bedauern in den manchmal verweilenden Stunden, ohne wirklich produktiv gewesen zu sein. Alles ist ein Frage der Wahrnehmung – ein tiefgehender Gedanke. Wir sind Schöpfer dessen, was man allgemein als Realität beschreibt. In dieser Welt benötigen alle Dinge zum Gedeihen Zeit. Drum sollten wir nicht ungeduldig sein, gerade wenn wir uns eine grundlegend andere Gesellschaft wünschen. Wir sollten beständig was dafür tun, dass dies auch bald geschieht. Alte Erkenntnisse, wie diese werden am Familienlandsitz wieder lebendiger und es gesellen sich neue Erkenntnisse hinzu. Unsere Erwartungen dürfen keine Macht über uns haben, sonst laufen wir regelmäßig in das offene Schwert der Ent-Täuschung. Wir müssen uns also gar nicht erst einer Täuschung hingeben, um zu erkennen, was uns gut tut, was wir mitgestalten möchten. Der Aufenthalt lehrte mich vor allem dem Fluss des Lebens zu folgen, vertrauen in die Intuition und mein Herz zu haben, dabei zu wissen, dass Naivität auch kein guter Weggefährte ist. Denn die meisten Dinge benötigen starke Willens – und Tatkraft, gerade um große Ideen wie die Anastasia-Vision zu manifestieren. In unendlicher Dankbarkeit und mit besonderer Hochachtung gegenüber der Leistung von Conny und Andreas für den Aufbau dieses Familienlandsitzes. Dafür wünsche ich alles Liebe, Tatkraft und Unterstützung aus allen Dimensionen. Ihr schafft das. (björn wegner, Student aus Münster)